Fachgespräche am LfP – Archiv
Hier finden Sie eine Übersicht über vergangene Veranstaltungen rund um unsere Fachgespräche am LfP.
Fachgespräch am LfP
Sport und Tanz trotz(t) Demenz – Bewegungsangebote als Prävention und Begleitung bei kognitiven Einschränkungen
Mittwoch, 24.09.2025
12:00 Uhr – 14:00 Uhr
Spätestens mit dem demografischen Wandel und der steigenden Zahl an Menschen mit kognitiven Einschränkungen rückt die Bedeutung präventiver und begleitender Angebote in den Fokus der öffentlichen Gesundheitsversorgung. Aktuelle Studien zeigen, dass gezielte Bewegungsprogramme – insbesondere Tanz- und Sportangebote – das Fortschreiten kognitiver Beeinträchtigungen verlangsamen und die Lebensqualität erhöhen können.
So konnte eine 2022 veröffentlichte Studie der Otto von Guericke Universität Magdeburg nachweisen, dass regelmäßiges Tanzen signifikant zur Verbesserung der Gedächtnisleistung beiträgt. Die positive Auswirkung von körperlicher Aktivität auf kognitive Funktionen findet sich unter anderem auch in der WHO-Empfehlung „Risikominimierung von kognitivem Abbau und Demenzprävention“ wieder.
Vor diesem Hintergrund zeigen kommunale Projektträger des Bayerischen Demenzfonds, nach einem kurzen Impuls zu aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, praxisnahe Möglichkeiten auf, wie Bewegungsangebote zur Demenzprävention und -begleitung in ihren Kommunen erfolgreich umgesetzt werden. Im Zentrum stehen dabei die Erfahrungsberichte aus der kommunalen Praxis sowie konkrete Anregungen zur Umsetzung eigener Programme.
Impulsgeber: Geschäftsstelle des Bayerischen Demenzfonds; Kommunale Projektträger des Bayerischen Demenzfonds
Fachgespräch am LfP
Simulationsbasiertes Lernen und Prüfen: In verschiedenen Versorgungssituationen praxisnah Sicherheit gewinnen
Mittwoch, 02.07.2025
13:00 Uhr – 15:00 Uhr
Simulationsbasiertes Lernen bietet in der Aus- und Weiterbildung von Pflegenden vielfältige Chancen, um Versorgungssituationen praxisnah und sicher zu trainieren. In einem geschützten Lernumfeld können Pflegende reale Situationen gefahrlos erleben, dabei Fehler machen und aus diesen lernen. Diese Fehlerfreundlichkeit ist ein zentraler Bestandteil des Konzeptes: Sie ermöglicht es den Lernenden, ohne Risiko für Patientinnen und Patienten ihre Handlungskompetenz kontinuierlich zu erweitern. So wird nicht nur die Sicherheit der Lernenden gestärkt, sondern auch die Versorgungssicherheit im späteren Berufsalltag nachhaltig erhöht.
Zum Einsatz kommen dabei verschiedene Methoden wie Skills-Trainings an Modellen, Simulationen mit High-Fidelity-Simulatoren oder mit geschulten Simulationspersonen. Ergänzend eröffnet die Nutzung von Virtual Reality (VR) neue Möglichkeiten, um immersive, realitätsnahe Lernszenarien zu gestalten. Lernende können in virtuellen Umgebungen komplexe Pflegehandlungen trainieren und kommunikative Herausforderungen meistern.
Ein zentraler Bestandteil ist die strukturierte Reflexion: Das Debriefing fördert die Selbstreflexion und ermöglicht den Transfer in die Praxis. So wird Lernen nicht nur erfahrbar, sondern auch nachhaltig wirksam.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Simulationsprüfung nach §§ 45,47 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV), die im Rahmen von Kenntnis- oder Eignungsprüfungen möglich ist. Grundlage für die Durchführung bildet der Leitfaden des Bayerischen Landesamts für Pflege, der detaillierte Anforderungen an personelle, räumliche und technische Ausstattung sowie die Konzeption und Durchführung von Simulationsprüfungen beschreibt. Diese Form der standardisierten Prüfung in Skills Labs – mittels realistischer Simulatoren oder professionell geschulter Simulationspersonen – stellt eine hochwertige Alternative zur klassischen Patientenprüfung dar und unterstützt eine objektive, praxisnahe Kompetenzüberprüfung.
Das Fachgespräch beleuchtet verschiedene Möglichkeiten und Formen des simulationsbasierten Lernens – von methodisch-didaktisch geplanten Lernszenarien bis hin zu standardisierten Prüfungsformaten. Dabei wird auch aufgezeigt, wie Simulationsprüfungen nach §§ 45,47 PflAPrV gestaltet und umgesetzt werden können.
Impulsgeber: Frank Feick – Medizinpädagoge (M.A.), Certified Nursing Educator (CNE nach INACSL) sowie Lernbegleiter und Leiter des Bereichs SimBaLL (Simulationsbasiertes Lehren und Lernen) an der Bamberger Akademie für Gesundheitsberufe. Seit über sechs Jahren befasst er sich intensiv mit simulationsbasiertem Lernen, insbesondere mit pädagogischen Konzepten zur Umsetzung von Fertigkeitstrainings, Simulationen und Virtual Reality. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Qualifizierung von Lehrenden und Praxisanleitenden in den Gesundheitsberufen sowie der Implementierung simulationsgestützter Prüfungs- und Lernformate.
